Satelliten - es wird voll im Erdorbit

Am Abend des 09. und 10.01.2024 richtete ich mein Teleskop auf den Orion Nebel M 42 und war sehr überrascht, wie viele Satelliten innerhalb von nur 3h das Bildfeld durchquerten. Besonders auffällig eine scheinbare Autobahn etwas niedrigerer Deklination unterhalb des Orion Nebel. Nach kurzen Nachdenken kam ich auf die Erklärung für diese scheinbar besonders beliebte Satellitenbahn.

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Satellitenspuren in 3h Belichtungszeit

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M 42 / NGC 1976 Der Orion-Nebel und Nachbarn

Die auf dem Bild dargestellte Himmelsregion umfasst die Umgebung des Orion-Nebels. Die meisten der auf den Fotografien sichtbaren Objekte befinden sich im Orion-Arm der Milchstraße, wie auch unser Heimat-Sonnensystem.

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HDR-Bild Ausschnitt des großen Orion-Nebel mit Umgebung, Teleskop Newton 130mm f/3.3, Kamera Canon EOS 6Da ISO800, 60x180s 10x: 60s, 30s, 10s, 5s

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Seelen-Nebel IC 1848 und Herznebel IC 1805

Der Seelennebel (IC 1848, Sharpless 2-199, LBN 667) ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia. Mehrere kleine offene Sternhaufen sind in den Nebel eingebettet. Dieser Komplex ist der östliche Nachbar von von IC1805 (Herznebel), und die beiden werden oft zusammen als "Herz und Seele" bezeichnet.


Der Herznebel (IC 1805, Sharpless 2-190) ist ein Emissionsnebel, 7500 Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich im Perseusarm der Milchstraße (wie der Seelennebel im Sternbild Kassiopeia).

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IC 1848 und IC 1805 im Sternbild Kassiopeia, Telescope Newton f=430mm f/3.3, Camera Canon EOS 6DaISO800, Total Exposure Time 14h06min

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NGC 225 - Offener Sternhaufen im Sternbild Cassiopeia

NGC 225 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Er befindet sich etwa 2.200 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er ist etwa 100 bis 150 Millionen Jahre alt. Der Doppelsternanteil, also der Anteil der Sterne, die Mehrfachsterne sind, beträgt 0,52. Er ist auch als Segelboothaufen bekannt. Aber was passiert da an der Mastspitze? Das Boot wird offensichtlich gerade von einem Kraken geentert - desto deutlicher, desto länger man belichtet (oder wenn man zu viel Rotwein trinkt)... Neben dem recht schönen, wahrscheinlich eher nicht so bekannten Sternhaufen sieht man noch interessante Staubwolken und einen Reflexionsnebel, die als LDN 1291 und LBN 604 katalogisiert sind.

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NGC 225 Der Segelboothaufen im Sternbild Cassiopeia, Telekop Newton 10" f/4, Kamera Atik 460EXM, Gesamtbelichtungszeit 11h05min

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M 31 - Die Andromeda Galaxie

Die Andromedagalaxie ist eine Balkenspiralgalaxie und die der Milchstraße am nächsten gelegene, große Galaxie. Sie wurde ursprünglich Andromedanebel genannt und ist als Messier 31, M31 und NGC 224 katalogisiert. Sie hat einen Durchmesser von etwa 46,56 Kiloparsec (152.000 Lichtjahre) und ist etwa 765 kpc (2,5 Millionen Lichtjahre) von der Erde entfernt. Der Name der Galaxie leitet sich von dem Bereich des Erdhimmels ab, in dem sie erscheint, dem Sternbild Andromeda, das wiederum nach der Prinzessin benannt ist, die in der griechischen Mythologie die Frau von Perseus war.

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Die Andromeda Galaxie M 31 im Sternbild Andromeda, Telekop Newton f=430mm f/3.3, Kamera EOS60DaISO800, Gesamtbelichtungszeit 6h39min

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Der Iris-Nebel NGC 7023

Der Irisnebel ist ein heller Reflektionsnebel im Sternbild Kepheus. Sein Aussehen wird durch den sehr heißen Stern HD 200775 in seinem Zentrum verursacht dessen Licht von den umgebenden Staubwolken teilweise reflektiert und teilweise absorbiert wird. Wie auf dem beschrifteten Bild zu sehen ist, befindet sich die Staubwolke selbst in Lynds Katalog der Dunkelnebel als Eintrag LDN 1174 zu finden. Der Reflexionsnebel leuchtet mit einer Helligkeit von +6,8. Er liegt 1.300 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von sechs Lichtjahren.

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NGC 7023 im Sternbild Kepheus, Telescope Newton 10" f/4, Camera Atik 460EXM, Total Exposure Time 12h35min

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Mars zu Füßen der Zwillinge am 25.03.2023

Eine Weitwinkelaufnahme auf der Insel La Palma kurz nach Neumond. Aufgrund der langen Belichtungszeit ist der Planet Mars als heller rötlich-gelber Fleck in der unteren rechten Ecke zu sehen, während einige bekannte Deep-Sky-Objekte (der offene Sternhaufen M35, der Quallennebel IC 443 und andere) in der oberen Hälfte des Bildes zu sehen sind. Der Blick war leider durch Saharastaub infolge des Wetterphänomens "Kalima" etwas getrübt und die Mondsichel erhellte dadurch den Himmel schon erheblich.

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Mars zu Füßen der Zwillinge am 25.03.2023, Aufnahme von La Palma aus, 194x60s bei f=135mm, ISO800 mit Canon EOS60Da

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M 106 - Galaxie im Sternbild Jagdhunde

Die Galaxie Messier 106 (M 106) im Sternbild Canes Venatici ist eine unserer näheren Nachbargalaxien in etwa 23 Millionen Lichtjahren Entfernung von der Milchstraße und der Erde. Die Galaxie beherbergt einen aktiven Kern mit einem Schwarzen Loch von etwa 40 Millionen Sonnenmassen. Der Galaxienkern ist seit den 1950er Jahren als Radioquelle bekannt. Außerdem durchläuft die Galaxie eine Phase der verstärkter Sternentstehung (Starburst-Galaxie).

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Ausschnitt aus M 106 im Sternbild Jagdhunde, Telekop Newton 10" f/4, Kamera Atik 460EXM, Gesamtbelichtungszeit 17h50min

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NGC 1977 Der laufende Mann Nebel

Der Reflexionsnebel NGC 1977 im Sternbild Orion etwas nördlich des großen Orion-Nebels ist Teil der Orion-A-Molekülwolke. Im englischsprachigen Raum ist der Nebel als "Running Man Nebula" bekannt, aber eine direkte, deutsche Übersetzung klingt nicht so richtig flüssig - etwas salopp könnte ich ihn als "Jogger-Nebel" bezeichnen...

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Bilddaten: NGC 1977, der "Running Man" Nebel, Teleskop Newton 10" f/4, Kamera Atik 460EXM, 8x300s pro Kanal RGB

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Kaulquappen im kosmischen Teich: IC 410 und NGC 1893

In den eiskalten und auch feuchten Nächten vom 07.-08.02.2023 beherrschte der Vollmond zwar den Himmel über Bad Kreuznach, aber sie waren für mich zum einen die erste Gelegenheit, den Kometen C/2022 E3 ZTF zu sehen und zu fotografieren, zum anderen war der Komet aber auch kein nachtfüllendes Objekt. Zum Frühling hin werden die Gasnebel, die noch ausreichend lange über den Giebeln stehen, aber langsam rar.

Im Sternbild Fuhrmann (lat.: Auriga) kann man in klaren Winternächten den offenen Sternhaufen NGC 1893 eingebettet in den Emissionsnebel IC 410 finden. Während NGC 1893 mit einem Teleskop passender Öffnung visuell beobachtet werden kann stellt der schwache Nebel IC 410 eine Herausforderung für die visuelle Beobachtung dar und kann wesentlich einfache fotografisch abgebildet werden. Aufgrund zweier auffälliger Strukturen innerhalb des Nebels wurde IC 410 auch mit dem Beinamen Kaulquappen-Nebel geschmückt. IC 410 wurde am 25. September 1892 von dem (deutschen) Astronomen Max Wolf (21. Juni 1863 - 3. Oktober 1932) entdeckt während der offene Sternhaufen NGC 1993 bereits früher am 22. Januar 1827 von dem (britischen) Astronomen John Herschel (7. März 1792 - 11. Mai 1871).

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IC 410 und NGC 1893 SHO, Atik 460EXmono, Lacerta Newton f=1000mm f/4, 2023-02-08, Bad Kreuznach, Deutschland

Was man in dem Bild sehen kann ist, was man mit dem Auge visuell durch ein Teleskop so nicht sehen kann. Das Bild wird in Falschfarben präsentiert, die aus der (bei Astrofotografen weithin bekannten) Aufnahmetechnik mittels Schmalbandfiltern bei der Bearbeitung folgen.

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