Der Merope Nebel in den Plejaden
NGC 1435, allgemein als Merope-Nebel bekannt, ist ein galaktischer Nebel im Plejadenbereich des Sternbilds Stier. Der deutsche Astronom Wilhelm Tempel entdeckte dieses schwer fassbare Objekt am 19. Oktober 1859.
Mit einer Gesamthelligkeit von 6,8 mag klingt NGC 1435 auf dem Papier recht hell - doch hier liegt die Herausforderung: Seine mittlere Flächenhelligkeit liegt bei schwachen 21,6 mag/arcsec². Diese geringe Flächenhelligkeit macht den Nebel zu einem notorisch schwierigen Ziel für visuelle Beobachter. Für eine erfolgreiche Beobachtung von NGC 1435 sind in der Regel Teleskope mit Öffnungen ab 200mm erforderlich. Allerdings ist es erfahrenen Beobachtern vereinzelt gelungen, unter exzellenten Bedingungen Nebelstrukturen auch mit kleineren Instrumenten im Bereich von 50-100mm zu erkennen - was jedoch ziemlich anspruchsvoll bleibt.
IC 349, besser bekannt als Barnards Merope-Nebel, ist ein Reflexionsnebel innerhalb des Plejaden-Sternhaufens. Das Objekt liegt im Sternbild Stier auf der Ekliptik und wurde 1890 vom amerikanischen Astronomen Edward Barnard entdeckt. Der Nebel leuchtet im geliehenen Licht von Merope, die sich in nur 0,06 Lichtjahren (30 Bogensekunden) Entfernung befindet. Das Besondere an IC 349 liegt in seiner Natur: Er ist kein Überbleibsel der Entstehungswolke von Merope, sondern eine interstellare Staubwolke, die gerade am Stern vorbeizieht. Die intensive Strahlung von Merope verformt die Struktur der Wolke und bringt sie gleichzeitig durch Reflexion zum Leuchten. Vieles deutet darauf hin, dass es sich um eine kompakte, lokale Staubkonzentration innerhalb eines wesentlich größeren Gaskomplexes handelt – höchstwahrscheinlich ein Fragment der ausgedehnten Taurus-Auriga-Molekülwolke. Der Nebel zeigt eine grob dreieckige Form mit einem außergewöhnlich dichten, hellen Kern. Diese zentrale Region überstrahlt alle anderen Nebel in den Plejaden um mehr als das 15-fache und macht IC 349 damit bemerkenswert markant. Diese außergewöhnliche Helligkeit bestätigt IC 349 als die einzige substantielle Staubwolke in unmittelbarer Sternnähe innerhalb des gesamten Plejaden-Haufens.
- Belichtungsdaten:
Teleskop: 10" Newton, GPU Korrektor, f=1000mm, f/4
Kamera Atik 460Exm mit Baader RGB Filtern
- Belichtungszeiten pro Kanal:
9x300s R
9x300s G
9x300s B
Gesamtbelichtungszeit: 2h15min
Datum: 30.12.2025
Ort: Bad Kreuznach u. Fürfeld / Deutschland
Montierung Skywatcher EQ8R-pro / Pegasus Astro EQMod
Nachführung und Aufnahmesteuerung mit INDI / PHD2 / CCDCiel unter Linux
Bildbearbeitung: PixInsight mit RC-Tools und Darktable
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Merope-Nebel https://de.wikipedia.org/wiki/IC_349



