NGC 300

NGC300 ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Bildhauer in ca. 6 Mio. Lichtjahren Entfernung. In ihrer Erscheinung mit Bereichen von H-alpha Emissionen, die Zeichen für Sternentstehung sind, erinnert sie an eine unserer nächsten Nachbargalaxien, die Dreiecks-Galaxie M33 in ca. 2,7 Mio. Lichtjahren Entfernung.

</galleries/galaxies/100-NGC300_R2_28x600s_L_8x600s_Ha_6x600s_RGB_sRGB_DT.jpg>

Bilddaten: Teleskop Takahashi FSQ106ED @f/5, Camera Atik 460EXM, 15x600s Ha, 12X600s O[III], 9x300s RGB


Mit einem ungefähren Durchmesser von 94000 Lichtjahren ist sie fast so groß wie die Milchstraße. Sie steht räumlich zwischen unserer lokalen Gruppe und der Sculptor Gruppe. Gegenüber der Triangulum Galaxie ist die scheinbare Helligkeit von NGC300 allerdings um fast 4 Größenklassen schwächer: 9m0. Ein Fotograf muss mehr Belichtungszeit aufbringen, um das gleiche Signal-Rausch Verhältnis zu erzielen. Das hier präsentierte Foto wurde während eines Aufenthalts auf der Astrofarm Tivoli in Namibia aufgenommen bei perfektem Himmel ohne zivilisatorische Lichtverschmutzung um Neumond herum.


Was kann man im nähren Umfeld der Galaxie selbst sehen? Man erkennt blasse Fleckchen um die Galaxie NGC 300 herum - und - ja: die meisten dieser nebligen Fleckchen sind ebenfalls Galaxien. Manchmal sind sie nur schwer von Sternen zu unterscheiden wegen der kurzen Brennweite (530mm) dieser Aufnahme.


Neben den mehr oder weniger ausgedehnten, kleinen Hintergrundgalaxien ist eine weitere Kategorie astronomischer Objekte auf diesem Bild erkennbar: Quasare - "quasi stellare Objekte". Wie ihr Name schon sagt, sind sie in ihrer Erscheinung nicht ohne Weiteres von Sternen zu unterscheiden. Dennoch sind sie keine Sterne, sondern die hellsten und gleichzeitig auch die am weitesten entfernten Galaxien, die man sehen (bzw. mit fotografischen Mitteln erfassen) kann. Um die Quasare in diesem Bild zu identifizieren, musste auf einen astronomischen Katalog zurückgegriffen werden (siehe weiter unten). Anderenfalls wären sie von Sternen nicht zu unterscheiden.


Deshalb wurde das Bild noch einmal mit Annotationen versehen, extrahiert aus der NASA Extragalactic Database (NED), wobei die Rotverschiebungen vermerkt wurden (und ferner Kürzel für die Datenquellen, auf die der Katalog wiederum zurückgreift). Das Ergebnis sind 21 Quasare auf diesem Bild mit einer Rotverschiebung bis immerhin z=2.75. Mit http://www.astro.ucla.edu/~wright/CosmoCalc.html gelangt man zur Abschätzung bei Annahme eines flachen Universums, dass die Lichtlaufzeit für z=2.75 um die 11 Mrd Jahre betrug. Also ist dieser Lichtpunkt ein Rückblick von 11 Mrd Jahren in die Vergangenheit. Weil das Universum in dieser Zeitspanne weiter expandierte, ist die Entfernung zum Quasar zum heutigen Zeitpunkt deutlich größer als 11 Mrd. Lichtjahre. Wenn man dies folgern darf, da man kann darüber keine messbaren Informationen erlangen zum heutigen Stand unseres Wissens. Die identifizierten Größenklassen auf dem Bild gehen bis 20.6 mag.


</galleries/galaxies/102-NGC300_R2_28x600s_L_8x600s_Ha_6x600s_RGB_sRGB_DT_QSOs_NED_RedShift.jpg>

NGC300, Beschriftungen mit Quasar Rotveschiebungen aus der NASA Extragalactic Database database (NED)

Wie weiter oben bereits erwähnt sind neben den Quasaren noch zahlreiche, weiter entfernte Galaxien sichtbar. Um dies zu illustrieren wurden im folgenden Bild Objekte aus dem PGC (Principal Galaxies Catalogue) identifiziert:


</galleries/galaxies/101-NGC300_R2_28x600s_L_8x600s_Ha_6x600s_RGB_sRGB_Annotated.jpg>

NGC300, Beschriftungen aus PGC